Überblick

Das Ziel von PASSOS (Personalisierte Abschätzung von Spätfolgen nach Strahlenexposition und Orientierungshilfe für Strahlenanwendungen in der Medizin) ist die Abschätzung der Risiken von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach medizinischer Strahlenexposition unter Berücksichtigung individueller Faktoren. Es werden Verfahren der Brustkrebstherapie und der Diagnose von Herzerkrankungen untersucht. In beiden Anwendungsfällen konzentriert sich das Vorhaben auf Erkrankungen mit guter Prognose, d.h. auf erwartete Überlebenszeiten von vielen Jahren. Deshalb hat die Abschätzung möglicher Spätfolgen durch die Strahlenexposition eine hohe persönliche, gesellschaftliche und sozio-ökonomische Relevanz.

Für verschiedene Verfahren der Brustkrebstherapie und der Diagnose von Herzerkrankungen wird die Organdosisverteilung im Körper untersucht, dabei sollen die individuellen Eigenschaften des Patienten berücksichtigt werden. Es müssen Risikomodelle unter Berücksichtigung individueller Risikofaktoren für alle Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt werden. Eine besondere Herausforderung ist dabei der sehr große Dosisbereich von niedrigen (ab 10 mGy) bis zu therapeutischen (> 4 Gy) Dosen.

Es sollen zwei Softwarepakete zur Abschätzung der Spätfolgen erstellt werden, zum einen beim Vorliegen einer definierten Organdosis, und zum anderen für unterschiedliche Arten der Strahlenanwendung bei Brustkrebs und Herzerkrankungen. Dem behandelnden Arzt soll so eine Orientierungshilfe bei der personalisierten Auswahl verschiedener Therapie- oder Diagnoseverfahren gegeben werden.

Laufzeit: 1. Januar 2013 - 31. Dezember 2016
Anzahl der Partnerinstitutionen: 9
Koordination: Helmholtz Zentrum München

Förderung

Förderkennzeichen 02NUK026

Koordination

Dr. Markus Eidemüller

Institut für Strahlenschutz
Helmholtz Zentrum München -
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)

Ingolstädter Landstraße 1
D-85764 Neuherberg


Tel. +49 89 3187-2801

Koordination bis Februar 2016
Dr. Peter Jacob